Ein Tag mit dem Garmin GPSmap 62s – Mein erster Eindruck

Garmin GPSMap 62s

Das GPSmap 62s

Gestern gegen 14 Uhr kam endlich die Bestellung an, auf die ich seit Montag gewartet hatte. Ein kleines unscheinbares Päckchen – mit teurem Inhalt! Da auf der Cache Rallye Münster 2012 mein Garmin GPSMap 60CSx leider den Geist aufgegeben hat und mir die Suche mit dem Smartphone auf Dauer zu anstrengend wurde, musste dringend ein neues GPS her.

Das ähnliche Aussehen zum 60CSx, von dem ich nach wie vor sehr überzeugt bin, hat mich schnell zur GPSmap-Serie gebracht. Da das GPSmap 62 keine Unterstützung für Chirps und kabellose Datenübertragung bietet, fiel die Auswahl schnell auf das GPSmap 62s – der Rest war einfach zu teuer.

Die nächsten paar Zeilen behandeln meinen ersten Eindruck von dem Gerät

Aussehen

Eigentlich hätte ich mir am liebsten das GPSmap 62stc besorgt, das war mir dann aber doch pikant zu preisintensiv. Vom Handgefühl wirkt das 62s sehr robust, aber nicht zu klobig. Das Metallstück auf der Rückseite mit dem Garmin-Aufdruck wirkt zwar, als wäre es ein Gürtelclip, dieser ist aber nur für das (beiliegende) Befestigungstool für den Rucksack oder die Fahrradhalterung gedacht.
Die Anordnung der Knöpfe ist, wie auch schon beim 60CSx, sehr gut gelungen. Die eckigen Knöpfe gefallen mir sogar noch etwas besser und auch das Tastenfeld hat klarere Druckpunkte. Das Display wirkt meiner Meinung nach nicht überdimensioniert, ist aber auch nicht zu klein.

Batteriefach

Batteriefach des 62s

Batteriefach und Speicherkartenslot

Das 62s wird, wie auch mein altes 60CSx, mit zwei AA-Akkus gefüllt. Fürs Geocachen habe ich mir vor einiger Zeit die sehr ausdauernden Sanyo eneloop Akkus bestellt. Diese Entscheidung war viel wert, verglichen mit Batterien amortisiert sich der höhere Preis bereits nach wenigen Wochen.
Grenzwertig finde ich, dass die Akkus wirklich ins Batteriefach „reingedrückt“ werden müssen; ohne Gewalt ist es fast nicht möglich, die Batterien ins Gerät einzulegen. Ein Kritikpunkt bleibt hier auch die Ausrichtung der Batterien. Bei Dunkelheit erkennt man die Polung des Batteriefachs nicht. Die Kontraste im Plastik des Batteriefachs sind aber auch tagsüber sehr schlecht erkennbar; ich habe mir direkt die Positionen mit Edding markiert.

Eneloop-Akkus

Energie für das GPS

Unter den Batterien befindet sich ein Einschub für eine MicroSD-Karte. Laut dieses Berichts können hier Speicherkarten mit bis zu 16 GB eingelegt werden. Sobald mir eine solche Karte in die Hände fällt, werde ich das testen. Die Befestigung des Speichermediums gefällt mir nicht, da die Speicherkarte durch Batteriewechsel in der Dunkelheit oft wenige Millimeter verrutscht und beim Wiedereinschalten keine Kartendaten mehr geladen werden können.
Bisher habe ich mir nur eine 8 GB Class 4 Speicherkarte und ich bereue die Investition ein Bisschen. Das wesentlich schnellere Pendant mit mehr Speicherplatz wäre nur unwesentlich teurer gewesen: (16GB Class 10 Micro SD)

Signalfindung

Gefundene SatellitenBeim ersten Einschalten hat es (natürlich) einige Zeit gedauert, bis ich einen GPS-Fix hatte. Beim Test jetzt gerade dauerte es ca. 20 Sekunden vom Start der Satellitensuche bis zur Positionsfindung (bei bewölktem Himmel, nachdem es ca. 8 Stunden ausgeschaltet war). Diese Zeit ist für mich und meine Zwecke völlig akzeptabel, die lange Akkulaufzeit ermöglicht schließlich auch ein „lange eingeschaltet lassen“.
Beim zweiten Test (kurz GPS aus, dann wieder an) dauerte der ganze Vorgang nur ca. 3 Sekunden.
Sehr gut!

Paperless Caching

Sehr praktisch und neu für mich ist die „Paperless Caching“-Funktion. Die Pocket Query-Dateien von Geocaching.com werden einfach als *.GPX auf das Gerät geladen und können dann in einem speziellen „Geocache-Betrachter“ angesehen werden. So kann vielmals das Smartphone oder das Listing in der Tasche bleiben.

In dieser Kategorie habe ich noch nicht so viel ausprobiert, dies folgt aber definitiv in den nächsten Wochen. Vom Gerät erstellte Field Notes auf Geocaching.com hochzuladen, hat beim gestrigen Test zumindest schon sehr gut funktioniert.

Die Fahrradhalterung

Fahrradhalterung GPSMap 62s

Sicht auf den Lenker

Da meine alte Halterung vom 60CSx nicht mehr passt, musste ich mir die neue Garmin Fahrradhalterung dazubestellen. Die neue Halterung wird nur noch mit Kabelbindern befestigt und wirkt auf mich recht instabil. Um einem Verdrehen entgegenzuwirken, habe ich zusätzlich zu dem vorinstallierten Gummi unter der Halterung noch die Gummilippe der alten Halterung verwendet und ebenfalls um den Lenker gelegt.
Im ersten Augenblick sahen die kleine, formbetonte Packung und ihr Inhalt für mich wie ein Kinderspielzeug aus, und nach wie vor bin ich von der Qualität der alten Halterung mehr überzeugt; sie wurde mit einer Schraube um den Lenker zugezogen. Um das GPS in seiner Position zu verändern, musste man die Schraube erst lösen. Im Gegensatz dazu ist bei der neuen Halterung mit etwas Anstrengung immer noch ein Verdrehen möglich. Den Test auf der Kopfsteinpflasterstraße in der Münsteraner Innenstadt haben Gerät und Befestigung problemlos überstanden, aber erst eine Probefahrt im Gelände wird zeigen, was die neue Technik von Garmin wirklich taugt.

Fazit

Bis jetzt bin ich sehr zufrieden mit dem Garmin GPSMap 62s und kann mich nicht beschweren. Lediglich kleine Details, die ich damals beim 60CSx sicherlich auch gefunden, aber längst wieder vergessen habe, würde ich als verbesserungswürdig ansehen. Fast alle Funktionen haben bis jetzt problemfrei funktioniert, wobei das Gerät einmal abgestürzt ist und nur durch Herausnehmen der Batterien wieder in den Normalzustand zurückzuversetzen war.
Inzwischen gibt es eine neue Firmwareversion, deren einfache Installation ich erklärt habe: Firmwareupdates für Garmin GPSmap 62 und 78
Am gestrigen Tage habe ich fünf Dosen mit dem Gerät gesucht und bin problemlos fündig geworden.

Was habt ihr bisher für Erfahrungen mit dem Gerät gemacht, was funktioniert vielleicht noch nicht so gut? Über eure Kommentare freue ich mich!

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Veröffentlicht in Geocaching

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